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Wozu dient die Rücktauschgebühr von 2% |
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Die Rücktauschgebühr ist ein entscheidender Teil einer Regionalwährung: Durch sie kann jeder davon ausgehen, dass alle anderen Teilnehmenden vorzugsweise wieder innerhalb des Gutschein-Netzwerks einkaufen werden. Die Kaufkraft bleibt also in der Region und hilft der regionalen Wirtschaft und den Teilnehmern des Netzwerkes.
Die Rücktauschgebühr fällt nur für diejenigen an, die die eingenommenen Gutscheine nicht innerhalb des Gutschein-Netzwerks wieder ausgeben können. Wer wieder bei Teilnehmenden innerhalb der Region einkauft, hat keinen Verlust.
Da die FreiTaler nur innerhalb der teilnehmenden Unternehmen ausgegeben und weitergegeben werden kann, bleibt dieses Zahlungsmittel der Region und dem Netzwerk erhalten.
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Ist die Arbeit am Projekt ehrenamtlich? Werden Gewinne gemacht? |
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Gewinne werden nicht gemacht, der FreiTaler ist ein gemeinnütziges Projekt. Eventuelle Überschüsse fließen gemeinwohlorientierten Projekten zu. Einnahmen helfen, einen Teil der Betriebskosten für den FreiTaler zu decken. Da dies jedoch nicht annähernd ausreicht, ist der Verein weiterhin auf Spenden, Mitgliedsbeiträge und Förderung angewiesen. Für den FreiTaler arbeiten zur Zeit ca. 10 Personen ehrenamtlich, parallel zu ihrem Hauptjob.
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Wie kann ich den FreiTaler unterstützen? Wie kann ich mitmachen? |
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Sie haben mehrere Möglichkeiten, das FreiTaler Gutschein-Netzwerk zu unterstützen:
- Als Konsument: Kaufen Sie mit dem FreiTaler-Wertgutschein ein! Sie können die Gutscheine beim FreiTaler e.V. oder an den Ausgabestellen erwerben und in allen teilnehmenden Geschäften ausgeben.
- Als Gewerbetreibende: Sie werden Mitglied beim FreiTaler e.V. und werben so kostenfrei über die Website www.breisgaugeld.de und das Anbieterverzeichnis für Ihr Angebot, gewinnen und binden neue Kunden/Innen.
- Finanziell: Um die Unkosten des Netzwerkes decken zu können, ist der FreiTAler e.V. weiterhin auch auf Ihre Spenden angewiesen. Als Organisation können Sie uns darüber hinaus auch ideell unterstützen. Unterzeichnen Sie dazu die Unterstützungserklärung (pdf) oder stellen Sie uns eine Referenz aus.
- Aktiv: Beim FreiTaler e.V. arbeiten momentan etwa 10 Personen ehrenamtlich an Betrieb und Weiterentwicklung des Gutschein-Netzwerks. Wenn Sie sich aktiv beteiligen wollen, sind Sie dazu herzlich willkommen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf und kommen Sie in unserer Büro (nach Absprache) in den Treffpunkt Freiburg (im ZO, Schwarzwaldstraße 178d - 79117 Freiburg - Telefon: 0761-590 46 56, Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
) oder besuchen Sie unsere einmal pro Monat stattfindenden Unternehmensstammtische. Wir brauchen auch Ihre Mitarbeit!
Reden Sie über den FreiTaler - in den Geschäften, in denen Sie einkaufen, mit Freunden/Innen, Kollegen/Innen, Geschäftspartnern/Innen, etc. - und helfen Sie damit, den FreiTaler weiter zu verbreiten.
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Weswegen ein regionales Tauschmittel, in Zeiten von Euro und Globalisierung? |
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Gerade aufgrund des Euro und der "Globalisierung" ist ein regionales Tauschmittel wie der FreiTaler wichtig und notwendig: Der Euro führt durch seine europäische Ausrichtung dazu, dass die Europäische Zentralbank (als Hüterin des Geldes) keine optimale Geldpolitik für jedes Euroland, jede Region machen kann. Das bedeutet konkret, dass z.B. Spanien aufgrund seiner wirtschaftlichen Entwicklung eher weniger Euro bräuchte, während Deutschland durchaus mehr umlaufende Euro vertragen könnte. Die Europäische Zentralbank kann hier nur einen Kompromiss finden, der aber niemandem wirklich gerecht wird. Das bedeutet aber verkürzt, dass wir in Deutschland zu wenig Geld für unsere Einkäufe haben. Der FreiTaler als Regionalgeld soll dem abhelfen. Zusätzlich fließt durch die "Globalisierung" immer mehr Geld aus der Region ab in "Billiglohnländer" und auf die internationalen Finanzmärkte. Auch dem soll der FreiTaler entgegenwirken. Der FreiTaler kann diese Entwicklungen natürlich nicht aufhalten, aber sie soll die zahlreichen negativen "Nebenwirkungen" abschwächen. Zudem ist der FreiTaler wie alle Regionalgelder, ein Schritt zu einem Geldsystem, das allen Menschen dient.
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Haben nur die teilnehmenden Unternehmen Vorteile von dem FreiTaler? |
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Nein. Zwar zielt der FreiTaler in erster Linie auf die regionalen Unternehmen ab, aber die Unternehmen sind nur der Anfang einer langen Wirkungskette. Haben die regionalen Unternehmen höhere Umsätze, werden bestehende Arbeitsplätze sicherer und auf mittlere Sicht soll der FreiTaler natürlich auch bei der Schaffung neuer Stellen mithelfen. Höhere Umsätze bei den regionalen Unternehmen und sichere bzw. neue Stellen bedeuten eine höhere Kaufkraft in der Region. Zudem entlasten sie die Kommunen durch vermehrte Steuereinnahmen und geringere Sozialausgaben. Nicht zuletzt bedeutet mehr regionales Wirtschaften auch kürzere Transportwege und das Einhalten von garantierten Umweltstandards, was die Umwelt und die Menschen in der Region freut.
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Ist der FreiTaler 'Geld' ? |
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Nein. Die FreiTaler sind Wertgutscheine, die von den teilnehmenden Unternehmen neben dem Euro freiwillig angenommen werden. Nach der Herausgabe über den FreiTaler e.V. oder die als Ausgabestelle agierenden Unternehmen sind die Gutscheine dann bei allen teilnehmenden Unternehmen einlösbar. Anders als bei herkömmlichen Gutscheinen kann aber das einlösende Unternehmen den erhaltenen Gutschein seinerseits als Tauschmittel zum Bezug weiterer Waren und Dienstleistungen verwenden. Es handelt sich beim FreiTaler also nur um eine besondere Art Gutschein.
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Was ist der Umlaufimpuls und wofür ist er gut? |
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Der Umlaufimpuls besteht aus den Impuls-Klebemarken, die zum Anfang der vorgedruckten Monate auf die Gutscheine geklebt werden müssen. In der Praxis sieht das so aus, dass die FreiTaler Geldscheine alle 3 Monate zum Beginn eines neuen Quartals mit den "Wertmarken" beklebt werden müssen. Pro Jahr verlieren die FreiTaler 8 Prozent des aufgedruckten Nennwertes (2% pro Quartal). Durch das regelmäßige Aufkleben dieser Wertmarken soll sichergestellt werden, dass die FreiTaler zügig und regelmäßig umlaufen. Denn wenn jemand FreiTaler längere Zeit unbenutzt in der Geldbörse oder unter der Matratze liegen lässt, muss diese Person für die Scheine den Umlaufimpuls bezahlen. Da das niemand gern macht, werden die FreiTaler immer so bald wie möglich wieder ausgegeben, was zu einem höheren regionalen Wirtschaftsaufkommen führt und damit zu einem Gewinn für die ganze Region wird. Das Regiogeld Chiemgauer, das als Schülerinnenprojekt im Jahre 2002 startete und sich mittlerweile zu einem Unternehmensnetzwerk von über 650 Firmen gemausert hat, verzeichnet einen 3-4mal so schnellen Umlauf im Vergleich zum Euro. Für Verbraucher/Innen und Unternehmer/Innen klingt das zunächst sehr suspekt. Gerade aber die Unternehmen merken schnell, dass zum Ende eines Quartals es zunehmend mehr Kunden/Innen gibt, die mit Regionalgeld bezahlen und somit auch mehr Umsatz generiert werden kann.
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Warum ist 'Marktwirtschaft' nicht dasselbe wie 'Kapitalismus' ? |
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Marktwirtschaft ist zunächst einmal nur ein Weg, wie die Produktion/Bereitstellung und die Verteilung von Waren und Dienstleistung organisiert werden. In einer Marktwirtschaft gibt es keine zentrale steuernde Instanz, sondern indem jeder Wirtschaftsteilnehmer nach seinen eigenen Plänen (und, mit Einschränkungen, Wünschen) Waren, Dienstleistungen, Arbeit, Geld usw. nachfragt und anbietet. Diese dezentrale Organisationsform wird häufig mit "Kapitalismus" gleichgesetzt, in dem die Profitgier einzelner Teilnehmer u.a. zu einer immer ungerechteren Verteilung der Güter und Vermögen führt. Der entwickelte Kapitalismus entfernt sich hierdurch aber immer deutlicher vom Prinzip der Marktwirtschaft, indem einzelne Privatleute und Großunternehmen soviel Kapital und (damit auch) Marktmacht aufbauen, dass von einem auch nur halbswegs freien Wettbewerb keine Rede mehr sein kann.
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FreiTaler sind Wertgutscheine, die von Mitgliedern/Innen des Netzwerks FreiTaler e.V. in Freiburg und der Regio als Zahlungsmittel - zusätzlich zum Euro - für die von ihnen angebotenen Waren und Dienstleistungen angenommen werden. Sie vermeiden, dass Geld aus der Region abfließt und stärken regionale Wirtschaftskreisläufe. Wer FreiTaler annimmt, wird zuerst versuchen, diese wieder bei Mitgliedern des Netzwerks auszugeben. Dies soll besonders kleine und mittlere Betriebe stärken, sowie soziale und ökologische Belange der Region unterstützen.
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Wollen Sie den Euro abschaffen? |
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Nein. Der FreiTaler-Wertgutschein dient der Unterstützung der regionalen Wirtschaft. Er soll den Euro auf regionaler Ebene ergänzen. Für diese Art "Komplementärwährungen" gibt es hunderte Beispiele weltweit. Die wohl größte Komplementärwährung ist der WIR-Ring in der Schweiz, dem über 60.000 Mitglieder angehören (20% aller kleinen und mittleren Unternehmen). Laut mehrerer Studien wirkt dieser WIR-Ring als Ausgleichsfaktor in der Wirtschaft. Er steigert den Umsatz während Rezessionen, in Boomzeiten geht der Umsatz im Ring zurück. Andere Komplementärwährungen dienen z.B. der Altersvorsorge (Japan) oder der Finanzierung von gemeinnützigen Arbeiten (Indonesien). Eine Komplementärwährung nimmt also Ergänzungs- und Ausgleichsfunktionen wahr, die die gesetzliche Währung nicht erfüllt. Weitergehende Informationen finden Sie z.B. im Buch "Regionalwährungen" von Margrit Kennedy und Bernard Lietaer (ISBN 3-570-50052-7).
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Was mache ich als Gewerbetreibender mit eingenommenen FreiTaler Wertgutscheinen? |
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Sinn des Netzwerkes ist es, dass der FreiTaler im Umlauf bleibt und dadurch seinen Beitrag zum Erhalt und zur neuen Bildung von Wirtschaftskreisläufen und Wertschöpfungsketten in der Region leistet. Um das Netzwerk (und damit auch eigene potentielle Kunden/Innen) zu unterstützen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, den FreiTaler weiterzugeben:
- Geben Sie den FreiTaler zur Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen für Ihren eigenen Bedarf bei anderen Teilnehmenden des Netzwerkes aus.
- Sofern Ihre Mitarbeiter/Innen ein Teil Ihrer Lohnzahlungen in FreiTalern annehmen, können Sie auch so die FreiTaler weitergeben.
- Sagen Sie uns, wo Sie Waren oder Dienstleistungen aus der Region beziehen und wir bemühen uns langfristig um eine Aufnahme solcher Unternehmen in das Netzwerk. Ein wichtiges Ziel des FreiTaler ist es, das Netzwerk weiter auszubauen. Je mehr Geschäfte und Gewerbetreibende mitmachen, desto attraktiver wird es auch für Zwischenhändler und Produzenten, den FreiTaler als Zahlungsmittel anzunehmen.
- Notfalls können Sie aber natürlich auch jederzeit beim Verein Ihre FreiTaler gegen Euro zurück tauschen. Beim Rücktausch erhalten Sie 98 Prozent der eingetauschten FreiTaler Summe in Euro zurück. Siehe auch: Wozu dient die Rücktauschgebühr?
Längerfristig werden in Freiburg und Region Einrichtungen und soziale Projekte finanziell unterstützt. In diesem Zuge wird die Rücktauschgebühr auf voraussichtlich 5 Prozent angehoben. Entscheiden hierüber tun die Teilnehmer/Innen des FreiTaler Netzwerkes auf Basis der direkten Demokratie. Die Entscheidung liegt also nicht bei einer Stadt, einem Land, einem Staat, einer EU oder Weltorganisation, sondern bei den Bürgern/Innen der Region.
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Was bringt uns der FreiTaler in naher Zukunft? |
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In naher Zukunft soll ein Kontensystem für die FreiTaler etabliert werden, so dass normale Kontovorgänge wie Überweisungen etc. möglich werden.
Mittelfristig soll die Möglichkeit geschaffen werden, zinslose Kredite in FreiTalern innerhalb des TeilnehmerInnenkreises zu vergeben. Das ist sinnvoll, denn so kann Unternehmen Liquidität verschafft werden. Beispiele wie bei der Günterstalstraße, bei der die über Monate lang andauernde Baustelle viele Geschäfte an den Rand ihrer Existenz trieb, können hier über einen FreiTaler Regionalfonds finanziell unterstützt werden. Sind die Bauarbeiten vorüber, stellt sich auch der normale Betrieb wieder ein und damit der gewohnte Besuch der Kundschaft. So auch bei den Bauarbeiten in der Habsburgerstraße (www.habsburgerstrasse.de).
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